Erfahrungsbericht

Damals war ich 51 Jahre alt, verheiratet und lebte mit meinem Mann und meinen 2 Söhnen in einem Haus mit Garten. Ich hatte Haus und Garten zu versorgen und war zusätzlich stundenweise beschäftigt.

Im Januar 2006 hatte ich einen Bandscheibenvorfall, weshalb ich weder laufen, sitzen und schlafen konnte. Und das, obwohl ich unter Opiaten stand. Da ich weder liegen noch stehen konnte, bin ich durch den Garten und die Weinberge gewandert. Wenn ich müde wurde ging ich schlafen. Aber ich konnte nicht länger als 1-2 Stunden schlafen.
Auch als die Schmerzen besser wurden, konnte ich noch immer nicht schlafen. Ich habe dann nachts Wäsche gebügelt, Essen gekocht, aufgeräumt oder sonstige Arbeiten verrichtet. Am Tag schlief ich dann 1-2 Stunden und war ständig müde. Durch den Schlafmangel konnte ich mich nicht mehr konzentrieren. Ich vergaß sehr viel und war nicht mehr im Stande ein Buch oder eine Zeitung zu lesen.

Meine Ärztin verordnete mir Schlaftabletten. Zu Beginn konnte ich dann einigermaßen schlafen, später wurden es aber trotzdem nur 2-3 Stunden pro Nacht.

Im September 2007 war ich dann in Reha aufgrund des Bandscheiben-vorfalls. Meine Beschwerden wurden zwar besser, aber ich konnte nach wie vor nicht schlafen und war ständig müde.

Im Mai 2008 kam ich zur SHG und war sehr froh, Menschen zu treffen, die das gleiche Problem hatten, wie ich. Die Gruppe erteilte mir viele hilfreiche Ratschläge. Anschließend war ich 2 Nächte im Schlaflabor. Dort stellte man fest, dass ich keine Remphase hatte und in der Stunde bis zu 25 mal wach wurde, d.h. ich hatte keinen erholsamen Schlaf. Man sagt mir dann, mein Körper hätte das Schlafen verlernt und müsse dies nun wieder erlernen.
Daraufhin besuchte ich im September das Schlafseminar und hielt mich ganz genau an die dort erlernten Verhaltensweisen. Es war anfangs sehr schwer für mich, wenn ich müde wurde auf das Fahrrad zu steigen oder mich zu bewegen, anstatt mich zum Schlafen hinzulegen.

Nach einigen Wochen fing ich meine Heilfastenkur an und machte 2-3 mal am Tag Entspannungsübungen. Etwa Mitte Oktober konnte ich dann wieder schlafen.
Es gibt immer mal wieder eine Nacht, in der ich nicht oder kaum schlafe, aber ich bin ein neuer Mensch geworden mit verbesserter Lebensqualität. Heute kann ich mich wieder konzentrieren und auch wieder Bücher lesen.

Zur SHG gehe immer noch. Es ist eine nette Gemeinschaft. Dort kann man sich immer einen Rat holen und fühlt sich nicht alleine gelassen. Außerdem kann man mit den eigenen Erfahrungen auch Anderen helfen.